2007-12-26

WELT, hmmm, mallon : und weih : nacht :


was ich gerne schon auch nicht gewesen wäre, aber doch schon auch ein bisschen : (alles fünfer und weggli : aber ich nehm beides, weils beides gibt, oder).

also (was ich etc.) : alles, was chandler geschrieben hat.
humphrey bogart in allen chandler verfilmungen.
humphrey bogart & lauren bacall - humphrey bogart + ich : das vor allem.

und ganz generell : ich ohne chandler, bogart, bacall : ganz so mit allem. who else would wish more. i don't. so there or rather here.

[se:071225]

2007-12-05

WELT, schon wieder : slightly enigmatic, as always - what else is new : nuffin

PURR, MEIN (EURO) HAUSINDIANER, DAS VERSATZ.STÜCK,
er sagt, der euroindianer : mein und sein, vor allem und präjudikativ sein, purr:

meine frühkindliche erfahrung ist, oder war, ganz nachhaltig :
„was sich reimt, das ist wahrer“. das stimmt, gäll.
und, als folgerung (in collabartion se) :
„kunst am hut ist immer gut“ = reimbeweis.
aber dann kommt der kommentar : ein graffitti aus den 80er jahren war präziser :
„vater unser hund hat kein schwanz“. das kann man nur, und nur vielleicht, ergänzen oder sowas mit :
(das ist ganz parallel und auch immer schon dort, wie : der hase und der igel. aber man kommt da auch ohne grumms möhrchen aus, ebenso, gäll. und stimmt trotzdem nicht so gans, für die, dies stimmtenig haben wollen + fux. ich für mich geh da lieber ins bett. und seh da, in meinen träualiteten : hosen, koaotzen, schrömmlinge sich erböckeln in sprackwürdlichköitzen : alice klör?! noi men bütz kliir. naja, so geht’s, göll worrds, würrld. (solltefröitz (in abwöxlung qua minx) jetzt alle würzverwörrenden alla choice und schmitz vertöifeln? (der ganz alleriletzte witz ist) : o kotz, bitz nikst. nirfana hölps. NO WAY OUT : and that’s only a hint. the cracks will find the cracks : izTz easy // i will not spoil the game, nor schpitz it but (there is no UUU in quenglish, pfitzich : should be here : pronounce UUU like in Tschrrmen) : there is a way out (don’t alk me : i might no know it plus i have to visit the queen (‚queen’ : is that a typo, leading to a new riddoe or is it just..) warum eigentlich, verstimm ich mich immer noch um diese muffen : weil sie tatsächlich immer wieder die ... (unleserlich, hg) hinkriegen. (??? sic!)

yours truley
hope to have given some clue s too rhyming and roaming and the differenec,
(sic!) which might or might not be between them.

ps. i would be interested in doing research re: words, loitering (ie. how words roam in sentences and how the might, by taking wrong or strange positions, disturb the mind of the reader, especially the young, and by loitering get (uuh wee ride me high, tomorrow might be another : oh forgot : it neither ryhmes, nor is it of any educational value : so : DROP OUT, TUNE IN : hmm : wasn’t there a third, like in ‚götter, gräber und gelehrte’ : righty right : TURN ON!!! : ich hab ja das turning immer noch lieber als die gräber. who the frigging cares. it’s all bit bull. or rather, as lawrence sterne said : oh yawn (no quote here) : he, we are talking about lawrence sterne, it might be a bull, a cock, my son, my mother : but does anyone care? or does it MATTER. frogeTTiT. „let’s get out of here! LET’S GET OUT OF HERE!

(((so much about last words and how we can get out of here (here? : where are we?: and who the f*** is interested in going there? and, come to speak of here and there, here?): giimmii aaa breakkk - i wanna thinx (sic!) about it.)))

to be honest (another binword) frrrooogggetttit. orwhatever. OU MALLON.

not that that is an example, but i love

hmmm


[se:071203]

2007-11-26

WELT

zur welt würd ich immer wieder gerne einen kommentar abgeben, aber es gelingt mir nicht. die welt ist oft dort, oder da, wo ich nicht bin und dann wieder halt anders. die welt und ich verpassen uns oft. und so kennen wir uns nicht so wahnsinnig gut. manchmal tät ich gerne die welt bitz kennenlernen. manchmal, wenn ich von ihr höre, bin ich auch froh, dass sie nicht meine freundin ist. sie ist schon etwas seltsam, wohl auch grausam. es geschehen doch viele hungertote auf ihr, und menschen, die ich auch nicht so fest kenne, bringen sich um. auch gegenseitig. das ist mir nicht genehm. das möchte ich abschaffen. aber wenn ich die welt abschaffe, gibt’s mich ja auch nicht mehr, glaubs. also bin ich mal da, bis der hungertod kommt oder ein feind. feinde gibt es ja viele, wie in der tierwelt und der natur überhaupt. dann auch die intellektuellen. die haben ein hirni, das denkt, und das denken ist doch nicht natur, aber sie sagen dann schonschon : das hirni und denken ist auch natur. also ich weiss nicht, das ist doch nicht normal. also welt, ich wär schon froh, wenn du mir das erklären könntest, aber keinen intellektuellscheiss bitte. einfach so. ich bin ja schon willig, drauszukommen. aber so ohne erklärung weiss ich halt auch nicht so.




















[se:071024/071126 : pix:se]

to enlarge pix (and to make the small info readable : click pix (no more info from no... add to your pleasure)).


ps. : uli murer, ständeratskandidat der svp zürich, sagt nach verlorener wahl : "ich akzeptire das resultat". je nun, was könnte er sonst tun? das wahlresultat anfechten? die revolution ausrufen inklusive strassenschlacht? oder was denn? herr murer, bitte, nach verlorener wahl akzeptiert man nicht, man nimmt zur kenntnis, dass man verloren hat, und verduftet, ebenso, wie die gewinnenden kapieren, dass sie gewonnen haben, und sonst gar nichts. die 'akzeptanz' setzt eine grosszügigkeit einer diktatorischen hierarchie voraus (die grosszügigkeit des machthabenden, der eine abstimmung überhaupt zulässt, der aber auch die resultate diktatorisch aufheben könnte), die es in der demokratie nicht gibt. also : der verlierer wird respektiert und kann seine politik auf demokratischer ebene weiterführen. das heisst konkret eben 'ich geh nicht ins stöckli, sondern ich bleibe nationalrat', das heisst es bleibt 'etwas weniger als etwas mehr'. das heisst auch : strategie misslungen, back to square one. akzeptieren oder nicht akzeptieren kann man nur etwas, was man qua wahl erstmal gewonnen hat. capisci?!?

ach, wenn alles so einfach wär. ich wär ein prunz und meine lipschte froschkönigin, und die ganze welt würde regiert von allerlipschten eichhörnchen* (*lieblingstier oder lieblingswasauchimmer einsetzen. ::: wenn es keinen swift gegeben hätte, möchte ich grad einer sein : und swift mal alle zu swifter oder swiftest > siehe swift, jonathan).
gut nacht : von allen realexistierenden regierungsformen ist mir doch noch die realexistierende demokratie am liebsten, so far. utopia as an option excluded (or included? : i'm getting confused : so many options : oh well : what serves us well, right, or something to that avail) - understood. still going nowhere but strong.

[se:071026]

2007-11-07

STERNLIFADÄ






















































„Eveline Rufer

Wie die Sterne uns träumen

Wenn die Sternenschamanin Eveline Rufer trommelt und in die archaische Traumzeit unserer Vorfahren eintaucht, begegnet sie auch den Sternen. Sie sind unsere ältesten Ahnen. Wie die alten Schamanen, die auf Bewusstseinsreisen die Geschehnisse der geistigen Welten erforschten, erforscht sie die Sternenkräfte. Eveline Rufer hat die Erfahrung gemacht, dass die Sterne als Ahnen zur Mitbestimmung einladen und nicht als schicksalsbestimmende Götter am Sternenhimmel stehen, deren Willen wir unausweichlich unterworfen sind.

Bestellen Sie Ihr persönlich signiertes Exemplar. “

ich hab das buch ja nicht gelesen.

aber wenn schamaninnen & schamanen eingeladen werden, dann würd ich doch gern auch eine schamanentextbildperformance machen. mit lot, damit die bilder und metaphern nicht schräg hängen.

eine stärnlifadäsonnenglücksfabrikproduktion quasi.

[se:071107 / pix: se with a little help of : nordische bronzezeit, 14.jhh.v.chr., resp. zeitrechnung von abendländern]

2007-11-05

SCHÖPFUNG, WASCHMITTEL, WASCHBÄR, RACOON

(nzz : artikel zum berner was(ch)auchimmerlehrmittel. kreationistenwelle erreicht die schweiz! (alles paraphrasiert))

„pour en finir avec le jugement de dieu“ antonin artaud.

dass mit der moderaten papstgerechten wissenschaftanerkennung 1995 endlich die etwas der aufklärung angepasste evolutionstheorie doch auch in katholischen, verhütungsunfreundlichen regionen einzug gehalten hat, ist jetzt wieder schleichend nonkonform. (nicht, dass man auf den papst gewartet hätte : der ist ja oft um jahrhunderte verschoben in seinen ewiglichen irrungen und auf seinen unerfroschlichen wanderungen ermüdet (nichts gegen gott, den inexistenten, aber seine erfinder, patenthalter und andere franchiseverwalter sollten sich mal einige gedanken zum sogenannten wahrheitsgehalt machen. zum beispiel : wahrheit gibt’s wohl nicht, wahrheit ist so dies und das. etc.)). wie es heisst, neuerlich : die kontortionisten, die kreationisten, die heiligen des erleuchteten christlichen glaubens und aller anderen findungen und leuchtungen (pharos : wer weiss : irrlichter sind bessere wegweiser ins nirwana als all die leuchtbilderbücher : irgendwas : glow in the dark) haben sich gescheitgelesen am buch der bücher (what else is new). und vor lauter gerechtigkeit blüht wieder dummheit. man ist nicht erstaunt, leider. man hat es kommen sehen. gesät ist gesagt & vice versa. eigentlich (> adorno : begriff der eigentlichkeit) misstraut jeder dem verstand. dummsein ist einfacher, das ergibt sich, quasi in nochnichtausgeschiedenerverhaltensdaseinsheitdirectlyfromgodtome (glaubenskriege werden hier rigoros zu einer selektion führen : die hoffnung ist klein, dass grad die areligiösen und pazifisten gewinnen werden : aber wer weiss : der dalai lama hat doch auch schon etwas gesagt, auch dem heutmenschen (aber glauben darf man doch nicht : ichimmerirgendwoietzt : kein führer oder sowas : nichtsniemandnirgendsnie).)
also : was geäussert wird an ideen, ist gleichwertig. schön : ou mallon könnte, alternativ im anything goes, gesellschaftsfähig werden. nur dass wieder keiner weiss, was und wie und was das überhaupt heisst. und die kreationisten wissen ja, wie es zu und her gegangen ist, methusaleme, die sie sind : vom eisprung gottes, respektive von knetmasse zu hirnbrei, waren sie immer dabei : sie haben dem lieben gott in den kochtopf geschaut. frage ist : wenn sie jetzt nicht recht haben : muss man sie ihrer lehre zufolge (flashback) als ketzer zu kebabspiessen verarbeiten? oder über gemeinschaftsküchen an darwinisten verfüttern? ohje : die welt ist ein wunderliches abfallloch : und je schneller die menschheit verschwindet, desto ruhiger und direktgrausamer könnt es werden. eine schöne frage hat heut jemand gestellt : „also die basis, worauf unser system beruht, also die basis, wie heisst die schon wieder?“ schweigen ringsum. „ah ja, also die basis, der kapitalismus ist ja die basis unseres systems...“ : den rest hab ich leider vergessen, war aber alles schon auch sehr basisreflektiernd und die schlussfolgerung war ebenso kurzklarstringent, dass die basis implodierte (eine gelungene beweisführung!). all die schöpfungsberichte und daseinsbeschreibungen sind so tausendseitig dünndruckbeschrieben : geht es nicht bitz einfacher, bitte? einer schöpfung, die so wortreich zu unverständlichem führt, misstraue ich. unverständlich kann ich in einem satz sein. manchmal kann ich auch einen verständlichen satz machen. also : alléz hopp, n’est pas! kant lesen, unbedingt (basisarbeit). oder sonstwas, egal was : aber mach ein sätzchen draus, bitte, ein eigenes. oder mach irgendwas. ich weiss ja auch nicht. einfach so, dass es summt.

jetzt würd ich grad gern eine zeichnung vom lieben gott beim kreiiieren zeichnen, aber das geht nicht so recht. es kommen nur kinderzeichnungen heraus und nichts gescheites. vielleicht muss man sich mit dem barte des propheten abgeben, der farblich auch nicht so recht gelingen will. aber wenn man sich kein bild machen soll, was ja schon sehr schlau gedacht ist, vom gott, dann soll man sich vielleicht auch keine gedanken machen über ihn und ihn einfach vergessen. und mal schauen, was so da ist. vielleicht gibt’s neben sehr verehrter herr gott und darwin auch noch eine andere erklärquelle. vielleicht ist die frage nach dem ursprung auch bitz nonsense : wir sind ja da. wie wir da sind ist bitz wichtiger als warum. seltsamerweise gibt es in jeder gattung, besonders bei den menschen, exemplare, die von gattungseigenen exemplaren mit injurien wie „arschloch“ bezeichnet werden, immer bitz vice versa (furz generiert furz etc.), was nichts weniger heisst, als dass sie gott bitz abgepfurzt sein müssen, falls der liebe gott denn eines haben sollte, ein flatulaloch, aber da ich kein klares bild von ihm hab, da niemand sich getraut, sich eins zu machen, weiss ich ja wenig über seine verdauung, was aber sehr interessant in bezug von widerwärtigkeiten der schöpfung... : ich gebs auf : gott gewinnt immer. schade, dass es ihn nicht gibt : ich würd gern mal einen kelch mit ihm leeren.

ach : ich komm da mit dem ganzen zeus nicht ganz zurecht : es langweilt mich auch, weil ich das zeux nicht ganz verstehe, das mit glauben und so. ist alles bitz nichts.
es ist seltsam mit dem vertrauen. die glaubenden scheinen eins zu haben, so ganz grünzlich in gott, die anderen, die gottlosen, haben manchmal eins in die gottlosigkeit, auch sehr grünzelnd, als ob das eine verzickerung wär, als utopie (und von utopien gibt’s, zum glück(sen), auch viele). und dann halt das vertrauen in das was ichst, auch bitz trampelig auf der welt und da auf lipschte fixiert. trau schau wem :

wenns denn nichtsnutzig wird ohne nutzig, dann ists mir wohl. farts ye well, meine kötzer und kötzinnen.

und wenn denn schon ohne nichts, dann lieber lorenheit als ver. aber ich bin mit nichts, ohne loren und ver.


ps: die zeichnung vom lieben gott, der lieben göttin, dem lieben abyss etc. werd ich mit luscht noch nachliefern : in allen farben!

[se:071104]

> verweise darf man da ja nur grad auf alle geben : ich, du er, sie es, wir, ihr, sie und alle hier nicht genannten auch : euchze allze (um den kleinunterscheidungen zu entgehen).1)


1) wenn nämlich einer sagt, was vielleicht passieren könnte, dass die welt mit dem ich, du er, sie, es, wir, ihr, sie erklärt und verhandschuht ist, dann ist er ganz weit weg von dem, was ein jean paul, ein nitzsche, ein jean sebastien mercier, ein johan wetzel, ein stendhal und überhaupt meine lipschten, wie zum beispiel : (ach was, jetzt grad alle buchstaben als initialzünder zu lieben angeben : alphabet : was man denken kann, so in wortfeuerwerken : regenbogen : wunderwelten : liebträumen ist doch ein unverblahblahtes selbstereignis).

2007-11-02

NOW, TODAY

frank was obviousely bored : and his voice could have been better than (bore) : but i, i, my ego i : i would'nt mind to sit there : with don mabie, frank zappa, samuel beckett (well, if i think of it : only if we agree (we might not), and if i do, which i might not: ? : ), and my voice could have added some. (blablabla : it helps, belive me!)

zur darstellung, so blogwise, hab ich wieder mal keinen einfluss. ich hätt das gerne bitz arrangiert. aber das geht hier nicht : da wünsch ich mir grad das klassische schweizerplakat zurück : bitz text und bild : aber das ist schon bitz historisch, und eigentlich will ich das auch nicht mehr. also: was denn jetzt? nicht und doch : luschtige schweiz : tschüss : alles bitz ja. und dann ja. neugier?

ja, was die gruppe liefert : JUMP! so grauslich, dass man grad nicht mehr weiss, wie entsorgen. wär aber ein schöner text, ohne brusthaare und anderem dement.
frank zappelt an der gitarr : seine stimme wär viel schöner : THERE IS NOTHING WORSE THAN A SUICIDAL JUMP. das möcht ich doch nochmals hören : GANZ UNTEN. das ist sprache jenseits. da, wo nichts mehr ist : blackout oder klarsicht : wer weiss.

ja : und noch schöner ist :
vielleicht einer der (visuell) und (auch musikalisch) nicht so gelungenen auftritte phon phrank phrappa : schade, aber bemerkenswert : dank:dank: trotzdem nicht grad das utopiewunderfeuerwerk : halt so :





und wenn schon dann epiphanien aufblitzen sollen : dann in der bügelfalte von chuck berry, wenn er hohoho :

2007-10-30

QUICK (CATASTROPHY REVISITED)

„The quick brown fox jumps over a lazy dog". (all letters in one sentence.)

the quick brown fox was run over by a car. dying : in transition.
„a big fat car rides over a smart city fox“ : no good for typewriters, no good for the fox. no good for nothing. (death got no letters nor language. the fox was quiet. he was.)

there should be signs everywhere : „death ahead!“ „stupidity roaming!“ „culture attacking!“ „be aware of mankind!“ „humans on the loose!“

mit dem velo fahr ich die rousseaustrasse (!) hinunter, seh von weitem etwas auf der strasse liegend, im wind bewegt, denke : hoffentlich kein tier : kann ein stück grosses packpapier sein, bewegt vom wind : es bewegt sich auf und ab, aber da ist kein wind : mein herz schlägt flacher : wieder DAS SCHRECKLICHE (alltag, schöpfung : nicht ach & krach : nur elend, leiden, tod : mayamaya : als ob nie keine verblendung einen ausweg aus dem elend gefunden hätte : nein, alles da) : ein angefahrener fuchs liegt auf der strasse : ich komm näher, er bewegt sich noch : hinterläufe zappeln in der luft, der schwanz schlägt : eine blutlache breitet sich von seiner schnauze weg : er wird ruhiger : augen schliessen sich langsam : dann : stillstand der bewegungen : stillstand : er lebt : verendend (wie die sprache weiss – mehr weiss sie nicht) : sofort anhalten : die ganze schöpfung : stop : plan B : alles bitz schlauer einrichten : : : ich kann dem mitwesen nicht helfen : ich möchte den fuchs in die arme nehmen und weiss nicht, ob er das möchte, einsam, alle, leider, nichtsniemandniergendsnie. mitleid. no way out :

(can this really be the end : ja, so elend ist es. und es gibt keine schönen sprüche dazu. statistik : ??? wildtiere werden pro jahr überfahren : so genannte opfer des verkehrs. und sonst : auch alles düster : bleakhouse. die schöpfung? back to square one.)

ps: all those who are killing for peace : get a life. you ain’t nuffin but a skeleton : life is beyond killing. life is a farting squirrel, or something similar.































[se: 071031]


> NO > krieg > lösungsvorschläge > utopien > der tod, ein skandal > risiko > leben > tod > accident > unfall > gott, und andere unwesen > obituary > city foxxes > quiet

2007-10-23

MÜDE BIN ICH

„müde bin ich geh zur ruh, mache meine äuglein zu“ – schön gedacht, schön gesagt : aber ich sehe weiter : augen offen, immer. ‚auch wenn ich geschlossenen auges wache und offenen auges schlafe, sehe ich doch immer’ : was denn? naja : gewusel. das ist nun kein wunder, that’s real and definitely no wonder. und was ich sonst noch sehe, das ist nun das wunder für die wundernichtgläubigen : meine lipschte, die real existiert.

schon sehr fussnotig : was ich sagen wollte : was ich mit allen wissenschaftlich belegten sinnen und mit allen sonst noch bekannten sensoren und rezeptoren and you name it wahrnehme : ‚i love you’. jahrtausendelang belegen geschichten die tatsache der liebe zwischen existenzien. seltsamerweise hat sich noch keine wissenschaft der liebe angenommen. es gibt zwar devianzen des themas : aber bitte, hat sich je jemand bemüht, einen lehrstuhl einzurichten, der, nur zum beispiel, auf stendhals ‚de l’amour’ basiert? nicht dass das der einzige text zu dem thema wäre : es gibt tausende andere. aber soziologie etc. martialitäten vielergleichen, selbst gender studies verplempern ihren geist an duftnoten, die katzen- und hominidenmännchen jederbrunftzeit an alle ecken und enden sprühn. ich plädiere ja garnicht für eine wissenschaft ‚de l’amour’, aber für einen kindergartenkurs mit dem titel : ‚there are such things’. also eher kein lehrstuhl. vielleicht sind da neuerfundene märchen besser. es geht da ja wohl nicht um eins oder das andere, es geht um alles : das wird heute grad ‚hirn, herz, hormon’ genannt (stand der dinge : kann sich ja ändern, wenn noch ein *** entdeckt wird (unbedingt mit ‚H’, sonst finden sich die germanophonen im witz nicht mehr zurecht)) – aber ich denk, dass das noch bitz erweiterungsbedürftig ist. und da könnte man noch geld investieren : for loves sake. ‚cause there are much weirder things – and they make you happy’. und sofort den gegenlehrstuhl einrichten : ‚there are much weirder things that make you happy, but they can kill you!’ : yes dear, but i’ll try luv.
also : wenn ich den stand der liebesdinge betrachte, dann glaub ich doch lieber wieder an wunder, auch wenn ich nicht so recht weiss, wie man wissenschaftlich ein wunder definiert oder begrüsst : es, das wunder, überzeugt, wenn es dann eintrifft. also : grüss dich, willkommen etc. mir fällt ja noch vieles ein dazu, später mehr : more to follow!
aber märchen, die kann man schon mal neuerfinden : die alten sind auch bitz aus einem bewusstsein gebastelt, das mich gruselt.

[se:071022]

> epiphanie > ich weiss nicht, aber ja > märchen, neue

2007-10-16

NOVALIS

„Ächte Unschuld – ist absolute Elasticitaet – nicht zu überwältigen.“

Novalis: Das allgemeine Brouillon 188.

manchmal wüsst ich gerne, wovon er spricht.

[se: 071016]
































> novalis > hinrichtung einer blume > erste heilige kommunion

VOGELHÜÜSLI 2

























vogelhaus in camouflagehosenschrittbaum : wenn vogelhäuser einfamilienhäuser und bäume militärkleider mimikryieren : dann siehts kulturell aus. alles natur.

[se:071016]

> vogelhüüsli

MÄRCHEN, ODER MÄRCHENILLUSTRATION


das ist doch ein wunderliches bild : so erinnere ich märchenillustrationen aus den 50er jahren : der präsident kommt wild publikumsbegrüssfuchtelnd aus dem königspalast, dahinter steht ein wilder beschützriese mit einem mocken knetgummi am ohr und dann, dann steht am eingang ein gardistenzwerg in viel zu grossen stiefeln, mit hosen à la plumpsklo, mit einem deckelhutschraubverschlusskapitell, das die sicht auf jede mögliche welt beeinträchtigt, aber doch sowas wie einen erigierten flauschschrumpfpimmel mit hängendem scrotum als verstörung angeklebt hat, mit deckelband, das den mund dicht hält, einem schnürkorsett, mit epauletten die rucksackig & schüüfeli-und-bäselimässig gen hades ziehn und einem stecken, der oben wohl ein nastuch eingeklebt hat, worin der hansimglück sein schnuddernichtigkeitsglück nach hause tragen kann. das ist kein gutes märchen, nein. das ist aber eine gute illustration für einen albtraum, den ich als kind nach gewissen märchen geträumt habe. und diesen hab ich dann leider nicht vergessen.









[se:071016; pix nzz 071012]

> x auf ypsilon > ypsilon auf x > clown > demokratie

2007-10-08

FROG nd ANTWIRT

ah never was a good gist, nor a good antworth, no wirtz, no hist. could be a heist but not a theist, atheist end frigging goof ah am, goony goop goo, gäll. no goat fir shot fire nor oarth fill. least list fuel cunning worth fear me, goodid. so it spoke spicking deus nötes. all infame, nö döt. righty right, all fries and hauntsworthy.

[se:071009]

> tschehms tschöiss > good lord > maya > nichtsnirgendsniemandnie > frogs in general > only me

2007-10-06

COMIX 2
































[se:...... /071007]

COMIX 1






















[se:..... /071007]

2007-10-05

ERSTENS ZWEITENS

erstens liest niemand diesen blog.

und zweitens
ist es wurst.

(drittens, aber das ganz unter uns : i like my blog)

(viertens, das ist ganz öfffentlich : i like my website.)

WARTEN (BITZ DRAUF ACHTEN, DASS IRGENDWAS NOCH SINN MACHT, RESP.)

auch so eine redundanz, die ganz voll sein kann von möglichkeiten, unmöglichkeiten und mondschein auf schönen gewässern. was dann das dunkle chaos betrifft (und da bin ich leider ein schlechter beschreiber, wie auch in bezug auf mondschein : aber ich bin ein begabter wünscher – : weil (? hmmm) ::: das dunkle chaos würde einen begabten beschreiber erfordern (und jetzt denke man nicht an dante und poe : es muss viel schrecklicher sein (die beschreibung, weil das ereignis viel schrecklicher ist), und die sprache ist so wortlos, dass es ihr den atem verschlägt)) und was ich so, als begabter wünscher, wünsche, ist alles ganz anders (und da hebt sich die ganze kulturgeschichtallesschongesagtheit auf : in nix. weil jeder etc. – und dann sitzt man da und ist gewärtig. – ja. genau so schlimm ist es, wenn man weiterwünscht) : und hier ist der satz ja auch nicht fertig, und ich weiss auch nicht wie er endet : und sollen das doch andere tun. (nein : ich will den satz sagen : wenn ich ihn dann weiss (nie, also) – oder sätze, viele, wenn ich halt nicht weiss (alles spielereien : ich möchte doch einfach ein schönes leben führen und nie sterben, so auf weiteres) (sätze fertigen, falls das ein beruf ist. klingt mehr wie strafe, scheint aber doch eher als strafe auf hörer zu fallen. der schreibende ist in sich die strafe und der bestrafte (baudelaire : ich bin das opfer und das messer und was auch immmer ::: fleur de mal oder irgendwo : sehr deprimierend, if i remember well, aber vielleicht kann man daraus auch genüsslichkeiten ziehen – vielleicht hab ich auch alles nicht kapiert)). egal : warten, davon sind wir ausgegangen, kann man als sehr unangenehm bezeichnen. vor allem : weil das, was auf uns wartet, ist der tod. das ist nicht angenehm, das ist schrecklich. und was vor uns wartet, ganz kurz vor dem tod, das ist das leben. das ist auch ein problem, ganz unbesehen des todes, aber mit ihm ein auch nicht bsunders einfacheres.

ich wünscht mir schon, ich könnts mal kapieren (irgendetwas). geht aber nicht. schade, oder so.

und die syntax ist ein liebes tier, das ist die weaselmutter mit all ihren weaselkiddies, die allem gewusel doch immer wieder den ast zeigt, wo sichs balancieren lässt.

(so ganz naiv möchte ich ja nicht sein : aber alle gscheitheiten sind so schön dumm (es gibt wohl eine erotik der dummgscheitheit, die sich von ‚dummficktgut’ unterscheidet. es muss doch auch dumme geben, resp. gscheite (ich hab den diskurs verloren = ich hab doch keine ahnung, wovon ich red, aber grundsätzlich weiss ich schon) die auflösung kommt bestimmt in der nächsten ausgabe. das macht mich ein bitz nervös : weil ich möchte immer, als problem (erkannt), erste ausgabe, auch grad in der letzten ausgabe (lösung, problem erkannt) sein. (nein : möchte ich nie : weil eben nicht.))

aber wie globi, mit allen anderen weltmeistern der lebensführungsrechthaltung sagt : „no problem, no problem“. (sagt er das tatsächlich (?) - ich denke nicht : fragen und zu viele antworten.)

nebst allen hilflosigkeiten, die mich überfallen, möchte ich hier nichts mehr sagen ausser, dass ich jedem misstrau, der etwas zu wissen vermeint (und selbstverständlich, implied, very obious : jedem, der vor- oder angibt : nichts zu wissen).

von kasperli zu kasperli : ich bin keiner. (doch doch, schon auch einer, aber gäll, du au! (übereinkunft : who> ever knows : prankster or believer : the great divide : keinkunft))

das wär eine fussnote zu 'redundanz' in der ersten zeile ich >sehnsucht > tango > warten, auf > verabscheuen, zutiefst.




2007-10-04

BILDLI

so ganz wie ‚jetzt mach noch ein sätzli daraus’ gilt, gilt auch das ‚und jetzt hätt ich gern noch ein bildli’ : wie, meine allerlipschten mitexistenzien, soll ich denn auch ‚nochirgendalles’ : auch wenn ich das ganzfestmöchte. geht nicht : kommt immer noch irgendetwas : ungenügend per se. aber, so kontere ich ‚irgendetwas, bildli, text oder ton, auch aufstehen am morgen, schlafengehen am abend : ist alles auch, oder’ – ‚ja, sag ich’ (auch derselbe, selbstreferentiell im monologen dialog) ‚so ist es. behauptet denn irgendwer was anderes?’. ‚je, nun, wohl doch schon, aber es ist schon bitz here and there and everywhere.’ ‚genau, oder halt : egal : gar nicht dort, wo der jetzt grad meint’. ‚was meinsch?’

































[se:071004]

2007-10-02

ONLY ME
































mehr ist unter : eben da :


[se:071002]

> gezeter > zetera, et > ich, auch so eine phanie > i am > elvis presley (auch 'elvi brösel', 'elwi presluft' (angaben von einem schallplattenverkäufer, 70er jahre))

KOMMENTAR 2

ein schönster kommentar ist das bild von giovanni francesco caroto (*ca 1480 in verona, † 1546 auch in verona) : "zeichnung eines knaben" : grad zu sich, zum kommentieren und zur ganzen frechheit der weltbeschreibung :

































viel mehr, und spannender, wundervoller, da:

2007-10-01

LAUTLOS TROMMELN

traum: p. trommelt auf einer selbstgebauten trommel so schnell er kann, sagt, das sei eine spanische oder baskische art: man muss so schnell trommeln, dass sich die frequenzen überlagern bis sie gegenläufig identisch sind und sich deshalb gegenseitig aufheben: so sei dann kein ton mehr hörbar. er trommelt aber noch nicht in der richtigen frequenz und produziert einen heidenlärm. ich sag ihm, das sei zen-trommeln, das mache man aber eher ohne trommeln, soviel ich wüsste.

real: eine katze scharrt obsessiv im katzenklo: kacke vergraben. die aufhebende frequenz stellt sich ebensowenig wie bei p. ein.

wenn ich meinen katzen jetzt noch ein bitz zen-trommeln beibringen könnte, dann wär ich auch ganz zufrieden, aber das klo will ich ihnen ja auch nicht wegnehmen. das scheint ein anderes baskisches zen-problem zu sein. (bei huang po find ich aber keinen kommentar? : muss alles selbst herausfinden!)

[se:060322]

> one hand clapping > ganzheitlich gänsehäutlich gruselkabinett: nachruf auf CORTONA

TAG

das war ein langer tag.

[se:040204]

wenn der tag vorbei ist, dann ist man manchmal froh, dass er vorbei ist. und dann denkt man an die nacht : wenn die nur auch schon wieder vorbei wär. und dann ist das alles so exceptionell traurig, dass man tag und nacht grad dem lieben gott zurückschicken möchte „to whom it may concern : it sucks.“

[se:040214]

> empfinden, subjektives > befindlichkeiten > gescheit > kollaps des gemeinplatzes

WORST CASE SZENARIO

seit sich die idee des „worst case scenario“ in politik, gesellschaft, wirtschaft und allen anderen paranoiaanfälligen lebensbereichen eingenistet hat, werden handbücher mit verhaltensregeln herausgegeben. ein typischer „worst case“ wäre ja, dass ein „worst case“ eintritt und man hat das entsprechende handbuch nicht zur hand.

“How to foil a UFO abduction:
1.Do not panic: The extraterrestrial biological entity (EBE) may sense your fear and act rashly.
2.Control your thoughts: Do not think of anything violent or upsetting – the EBE may have the ability to read your mind. Try to avoid mental images of abduction (boarding the saucer, anal probes); such images may encourage them to take you.
3.Resist verbally: Firmly tell the EBE to leave you alone.
4.Resist mentally: Picture yourself enveloped in a protective shield of white light, or in a safe place. Telepatic EBEs may get the message.
5.Resist physically: Physical resistance should be used only as a last resort. Go for the EBEs eyes (if they have any) – you will not know what its other, more sensitive areas are.”

lit.:The Worst Case Scenario Survival Handbook: Travel. Piven / Borgenicht, San Francisco 2001

[se:040114]

>zaunflicker >wunsch > "weil das klar ist", oder

2007-09-28

PÖMDUNDANCE : VERMITTLUNG : PÖMLECTURE I

manchmals, wenns mir wirklich gut geht, dann bin ich ein guter vermittler (meiner selbst und anderem, das ich auch für welt wahrnehme, halt). transformator auch von irgendetwas. aber ganz sehr : von nichts zu nichts. aus einem zustand wird ein anderer zustand. aus tausenden von aggregatszuständen die grad (im momentum) wichtigen wenigen zusammenführen, das ist das, was ich pöms nenn. sonst ist nichts zu berichten, grad jetzt. ausser : eben dieses.
(die scheinbare redundanz der selbstreferentiellen aussagen soll nicht als ‚redundare’, 'redundantia' auflangweilen. die selbstreferentielle multitudo ist eine vermehrung in selbstrefrequenzieller überlagerung : das ist : eine unglaubliche, aber endliche, vielfalt von erlebnissen eines individuums verblablat in pömschem konzentrat. das perpetuum mobile in all seinen descriptierten formen ist die technische conjugation mit der pösie.)
‚dundanz’ ist der term, der die conjugation des perpetuum mobiles mit dem momentum bezeichnet. (das hab ich grad jetzt dem eidgenössischen institut für geistiges eigentum angemeldet, ohne skizze (wär ja noch schöner), aber mit empathie – das sollte wohl reichen).

eine weitere, mich nicht besonders erstaunende assoziation zu ‚frequenz’ ist ‚weasel’ (das wiesel, flinkes tier mit grossem, leider noch unentdecktem mythologischen potenzial) – aber ausschliesslich in englischer aussprache, die auf deutsch etwa ‚wiesel’ nahekommt. das wiesel kommt der dundanz nahe : es übersetzt sich oft und schnellt von nichts zu nichts in flinkem überflug.

(das hab ich geschrieben unter dem einfluss eines talks im tv zwischen äschbacher und einem glückshormonforscher, dem ich am liebsten einen schoppen gegeben hätte, damit er endlich glücklich (und still) wird. ist alles freak show : hier wie dort wie überall : let’s dance with ‚dundance’.)

beispiel :

ein katz
endlos
(scheinbar)
seine kacke
in ein katzenklo
bodenlos
verscharrt

ich wache

(ha! : cogito ergo sum, gäll!, sagt der katz)

also über pöms und weasels möchte ich in nächster zeit nichts mehr sagen – das führt wohl nirgendswohin. und da bin ich schon.

warum geht das nicht? ich weiss es nicht. aber ich werd jetzt gut schlafen : mit einem weasel links vom bein und einem rechts vom bein.
that’s pömdundance.

[se:070928]

> pöms > redundanz > oberton > frequenz > perpetuum mobile > paul scheerbart > frank zappa

WULST : WOLLUST (OH NEIN, LEIDER)

zum wulst, dem wulstigen, dem vergewullstigten, dem ichwulltejasosehr : da fällt mir, angesichts des wullstigen – und ganz neben der wullschtwurscht, die ja jedem oktoberfeschtler zufällt und in den festgarten wohl wieder entkotet wird (gleiches zu gleichem : wir kehren alle zurück (wohin denn : in den miststock, den göttlichen : stellen wir uns den schöpfer doch mal als biogasbauern vor : vorne verrottet die schöpfung, hinten furzt es und leuchtet)) – erstmal nichts ein : oder eben, es fällt mir nicht ein, bis es mir zufällt : in form von darbietungen, die mir dargeboten werden, mir, als publikum. dann aber bin ich beleidigt. weil ich bin ja nicht blöd. irgend etwas anderes, vielleicht das hirn, ist aber egal wo, produziert manchmal kontrazeptive. leider wirken die nicht zu 100%. schade. aber wie der vortragende sagte : „die dialektik, da gibt es das eine und das andere, und dann gibt es die metaebene daraus.“ und daraus noch ein palimpsest, das hat mit der kuhhaut zu tun, der abgeschabten. dass die dann auch durchgeschabt sein kann, und endlich wieder durchsicht entsteht, wenns dann ganz dünn wird, vom schaben, das wurde nicht erwähnt, weil soweit geschabt haben noch wenige : und dann aber, könnte man durchsehn, hinter die kuhhaut, und der scheff würd vielleicht sagen : schon wieder eine kuhhaut zur sau, da sieht man nichts mehr, dann würdekönnte man vielleicht was sehen. das kann man aber auch anders sehen. das ist ein argument an den südpol : und keiner war dort. (so bitz.) genauso wie noch wenige dem pinguin am nordpol die hand geschüttelt haben. das ist so wundervoll, aber halt nicht wunderschön, sondern wunderdumm oder wunderhässlich (die deutsche sprache ist, da sie so viele komposita zulässt, wunderproduzentin), dass ich grad scoopmässig sagen möchte : „sinn vögelt unsinn : zwillinge“ : und ganz heimlich hoff ich dann, dass sie nicht eineiig sind : weil sonst gibt’s keine dialektik mehr, und die metaebene ist wohl auch futsch. so gleicht ein ei dem anderen – um in der metaphorik des abweisenden abwesenden biogeistes zu sein. geist ist auch ein schönes deutsches wort für andere wörter in anderen sprachen : und es tut manchmal weh, manchmal scheint es viel zu erklären – manchmal weiss man nicht so recht, was es heissen soll, und erklärt es sich mit irgendwas. ich, zum beispiel, erfand meinen stuhl in der ersten primärklasse als geist, weil er immer so vergeistert dastand, wenn ich antrabte und trotzdem so geistig stillstand, wenn ich draufsass. ob mein geist mit ihm kommunizierte, weiss ich nicht, weil mein geist mich damals verlassen hatte. was solls. die geister sind mindestens lieb, in meiner welterfahrung. ich weiss nicht recht : so schön gruseln will mich das alles nicht, aber ich stell mal die winterkleider bereit – mich fröstelt.

alternativ : es gibt brüche im verlauf (verlauf? i’m my errand all the time : i’m here, i’m everywhere, i’m listening : call me my love!). das wär aber nicht so, dass der neandertaler nicht vor uns etc. gelebt hätte, auch nicht so, dass er mit uns lebte, auch nicht in uns (ohho), aber vielleicht sind wir ihn. (ahha). der varianten sind viele : ich auch (one of the manyfold) : but i'm unique haha : weird, yea, weird. weird all. weird. unique. ou mallon, i'd like to explain it (or rather not : i'm not born to be a sysiphos nor a : ). i'm just babbling (as we all know).
thank you for coming, good bye.

was ich mir wünsche, ist, dass ich in meiner wut (die wut über wulst&heit) etwas krötiver wär, dass giftzellen sich mit glückshormonen paaren würden und daraus entsteht : naja : ich weiss es ja auch nicht. aber was angenehmeres, hoff ich.

[se:070928]

> gruseln > grimm, brüder > vogelhüüsli > buster keaton > karl valentin > vielleicht > ich auch > ich auch nichts > argument

2007-09-25

vogelhüüsli 1

Gibt es eine schönere Metapher für die kulturelle Überformung der Natur (nicht «der» Natur natürlich, sondern «unserer» Natur, dessen was wir als Natur verstehen, mit unserem immer schon vorgeformten Blick, der weiss, was er erwartet), gibt es also eine schönere Metapher für diese nie Natur gewesene Natur als das Vogelhüüsli? Es zeugt davon, dass wir etwas verstanden haben: Vögel brauchen einen Ort zum Nisten, einen geschützten Raum für ihren Nachwuchs. Und da wir Menschen ihm soviel wildes Territorium weggenommen haben, basteln wir ihm Ersatzschutzräume, Holzverschläge mit Dach, nette Wohnsitze zu ihrem und unserem Vergnügen, inklusive Zwitscher-Idylle vor dem Haus, wenn es mit der Zucht dann funktioniert. Durch einen minimalen technischen Eingriff, durch eine hölzerne Schnittstelle menschlicher und tierischer Triebe und Wünsche (wo ist die Grenze zwischen Trieb und Wunsch?) durch ein Naturspektakel mit Nachhilfe in Form eines menschenhüüsliähnlichen Vogelhüüsli hat sich unser evolutionistischer Kreis wieder geschlossen: Kultur als optimierte Natur. Und dann füttern.

[lh:070922]

und ja : wie schon oft erwähnt : vogelerhaltung dient der katzenerhaltung : 'und wen ich dann gestorben bin, dann möcht ich katzenfutter werden' - vielleicht wär ja auch eine längere reise möglich : über wurmiges, insektiges zum vogel, dann erst katz. aber in der katz möcht ich schon auftauchen : als spiritus incorrectus : schamlos frech. (auch wenn meine katzen täglich kotzen : ist alles wellt : gäll. und dann färbt alles wieder : auf papier : auch welt. wie könnt es schöner sein.) man möcht gar nichts erklärt haben (ausser als bettlektüre und zum amüsement) : aber so leben möcht ich schon.

[mvs:070924]

fehlt grad noch, kommt aber bald noch : bild des vogelhauses 'bauhaus'. ich habs gekauft : ist überzeugend gut in bezug auf bauhaus, inklusive bauhausvogelkasten am bauhausvogelkasten (joggelikalender für die natives) : aber!!! : an der rückseite des hauses ist ein gerosenwächsgitter : das ist nicht so ganz grad&korrekt, sowas an viereckig wild herum wachsendes möcht ich nicht - die vögel scheren sich wohl nicht, aber ich, als gradzürikonkreter (wenn ich dann einer wär) möcht das nicht - : also nehm ich das rosenwuchsgitterteil ab und streich die wand neu : weiss.

(ich hab doch noch etwas wichtiges über mainstreamkunst und art brut und art intellectuel oder so gesagt, wie sich doch der kunstbetrieb ein bitz sehr verschoben hat vom früher, also vom vielleicht noch ein bitz auf irgendwas menschliches bezogenes auf das finanzmarktuelle oder so, das ist aber bachab. leider, sag ich. was solls : recht geschiehts : ist alles wurst : auch mark dion (der künstler) meint schon, dass paläontologisch verwurstete frankfurterli kunst seien, und da die kunstrepräsentanten diese würschtels kaufen, muss es ja so sein. ((den mann=kunstenaare =grad wieder vergessen=sofort) das als kurznichtrezensions-, aber ganzverabscheu : zum represänt der arbeiten von mark dion, grad zu sehen im charles vögele kulturzentrum).)

und wers nicht glaubt, soll hingehen. wer nicht glaubt, hat die chance kunst zu machen. oder irgendwas gscheites. egal was, aber bitte bitz gscheit, wenns denn geht. ist relativ, immer, gäll. de stultitia, die ganze morosophie : die welt der fallensteller : davon mehr, immer wieder : auch von mir (heisst das jetzt eo ipso oder einfach : ich fall auch in alle fallen. - shut up.)

(biographische notiz : 'früher traffen sich alle ..., heute fallen wir ... : "nichts niemand nirgends nie")

> Natur / Kultur > bauhaus > urne > katzenfutter > art brut > art intellect'whatthefdoyouthinkimdoing' > art planet : 'hello : can you hear me?'

2007-09-17

CHUCK BERRY

ja : auf you tube ist vieles zu haben : alles schön. auch sonst : etc.

wenig zu sagen gibts dazu : er ist einer der besten performer seit 1951 (ich bin glaubs in den kindergarten gegangen mit ihm). und : einer, dem ich, neben jean paul, tatsächlich im realen leben begegnen möchte.

also auch hier : später mehr. ich möchte ja grad über : was denn : seine attitude : ohje : halt einfach ja : so macht man es : berichten. über meine freude, ihm zuzuschauen. schon sehr weise, der mann. sehrsehr. was denn sehr : sehr chuck berry. nichts zu sehen, nichts zu hören, nichts zu sagen. alles da. präsens.

und, aus mir grad nicht bekannten gründen, aber 'relevant' : nancy sinatra und iggy pop. wer weiss, warum "these shoes are made for walking, (walking over you)" und "i'm living on dog food" ganz sehr im selben zimmer wohnen : und sich anhässeln in umarmung.

und da würd ich gern meinen brillianten cover von machiavellis fucked up (halt nicht so ganz erhaltenem) pöm einfügen : aber : ist alles verloren im orkus des wu wei : who cares : ist aber doch sehr transzendentierend luzent im chapter seven (hab halt nur die englische version von "lust and liberty", the poems of machiavelli) : aber hier, jetzt tipp ich halt doch :

achnein, doch nicht, aber ein scan :


























[se:070917]

(oh - gits a frrigging : the date and signature should be at the end . i'm f to tired to handle the blugs inapprowhateverfuckedups : not for the first time : it sucks.)

and i, me, myself i fell asleep amongst a heap of snuggling cats. or something like that. i know i snored. the giraffe was gently absent. and we were happy - at least some of us - as i am talking only for myself. and, as usual, some words are missing : out there in the boonies : have fun, kiddies : you know when it is time to speak, don't you, smartassieslovelies. (there is nothing worse than: i know. (stating the obvious, which is a s bad as...))

ps : ich finds ja eigentlich toll, dass ich chuck berry, machiavelli, nancy sinatra, iggy pop, jean paul, einige katzen und mich in einem auftritt vorbeiblitzen liess : aber dafür gibts ja wohl auch wieder kein guetzli. seis drum : ich bin mir mein eigenes (wenns denn sein muss). aber davon wird etc.
...
...
...
satt.

2007-09-03

BAYLE, PIERRE

ein ganz grosser enzyklopädist: bringt alles wunderlich – und mit absicht – durcheinander.

in die ZB, den bayle zurückgeben, den möchte man aber schon gerne haben, immer wieder : nur schon wegen seiner verzwackten enzyklopädenabschweifigkeit, in der er doch grad alle argumente und gegenargumente aufzählt, dass sie sich die ohren rotschwatzen : und zum ende weiss man aber schon mehr als nur ungefähr, wie er denkt und wo sein herz schlägt. sein herz schlägt im kopf, und sein kopf denkt im herz. ganz anders als die dogmatiker, die wissenschaft herstellen wollen und den kopf auf die füsse stellen und was auch immer, ist sein denken und herzen ubiquitär. das heisst, dass es da einsichten gibt, im plural, und diese immer wieder kommentiert und neu gesehen werden müssen, dürfen, sollen. das ist nun mal eben gerade nicht ‚modern’ (mit allen ablegern wie konstruktiv und dekonstruktiv), sondern ein schritt weiter : da wo die paradigmen verdorren und die scharfen kommentare gären. (man möchte ihn aber nicht in der deutschen ausgabe, weil die den seitenumbruch nicht beachtet : die unten- links- rechts- oben- wohatsnocheinplatzkommentare linear (oder gar nicht : sie lassen weg!) darstellt und so den ganzen zettelhaushalt wieder kaputtmacht : den diskurs (das hinundherschwirren zwischen allen ideen). nie, und ich sage das laut, nie soll einer dem anderen den schreibtisch aufräumen! die schreibtische mit ihren vielfältigen ordnungen sind die miststöcke der wunderbaren texte, da tragen die schmeissfliegen (im militär heissen die rekognosti-irgendetwas, auch schön : wiedererkennen, als ob man je irgendetwas schon mal gewusst hätte : gnostiker ohne ende (ohje wenn ich dann regnostizieren müsste : da würden wolkenkratzer sich am hämerodial (klingt sankt gallerisch : hämmer di o all) anus kratzen) die informationen von einem zettelchen zum andern und vice versa und ganz plurikreuzundquer.) also: ich räum grad meinen schreibtisch auf und staune : so viel welt. (naja: geht so, aber wunderlich ists schon.)

aber : zu bayle kommt dann noch mehr. weil da muss man sich die sprache bitz freilaufen lassen.



[se:070903]

































> enzyk (immer wieder, siehe dort) > lullus, raimundus > swift, johnathan > sterne, laurence > karl kraus

2007-08-23

YPSILON AUF X

das ist schon härter, der zweite welterfahrungsversuch des riesen auf den schultern des zwergs, weil das ist ein monolog : dem zwerg hats nach einem kurzen y, geh runter die sprache verschlagen. der riese y sagte du wolltest doch einen querverweis zu dir, oder? da kam keine antwort von zwer x. aber riese y verlinkte, obwohl er viele antworten auf noch mehr fragen hätte haben wollen, das y lemma trotzdem mit x, einfach so, damit die beziehung nicht in brüche geht. so generös dachte er da grad auf x.

(so beschissen dumm sind märchen, wenn riesen sie erfinden, ohne lektorat und nix. aber auch sonst : riesen und zwerge sind mir x und y : so spannend und so flach, ganz wie sie der autor erfindet. aber märchen sind blöd, das weiss ich. (da hab ich jetzt gelöscht, was ich über franz hohler, nomen est omen und betty bossy, dito, gesagt habe : denn ich kann mir noch viel üblere märchenerzählerende vorstellen. aber die märchen spar ich mir für den nächsten weltuntergang auf.)

und so : zwergenfliegenwunderschöndurchdienachtimschönstenmondesglanzderweildieriesenplattfüssigstaunenddenzwergenapplaudierenundsieliebevollindiearmeschliessenkaumsindsiegelandet. so ist das mit y und x.

[se:070823]

> x

X AUF YPSILON

nur, dass endlich ein beitrag zu x kommt : zwerg x sitzt auf den schultern von riese y und sagt: ich seh etwas, was du nicht siehst. da sagt der riese y: ja, das ist vielleicht schön oder irgendetwas, aber ich seh etwas, was du nicht siehst. ja, was siehst du denn, sagt zwerg x zu riese y. das sag ich dir in lemma y, sagt riese y. ja, sagt zwerg x, dann kannst du ja einen querverweis zu mir machen, dann hörst du vielleicht, was ich sehe. ja, das wär schön, sagt riese y, aber dann lassen wir beim reden immer die anführungszeichen weg, weil die sieht man ja beim hören ohnehin nicht. super und genau, sagt zwerg x, und beim sehen lass ich sie auch weg, das gibt nur bildstörungen.

ja, sagt der riese, und ich sag dir dann noch was, aber das hörst du dann auf lemma y.

so lieb und nett hatten sich zwerg und riese noch nie gegenseitig in ihre hosen eingeladen, aber wie man sehen wird, war die eine zu gross, die andere zu klein. und ob es sich bei x und y nun um ein männchen, ein weibchen oder ein ganzliebes zwergrieschen oder ein rieszwergchen oder eigentlich doch um ein xx und xx oder xy und xy oder ein xy und ein xx gehandelt hat, das sieht man in > y. denn gestorben sind sie noch lange nicht.

(wenn märchen nicht so elendiglich langweilig wären – und das fand ich halt schon oft als kind so – dann wär auch dieses spannender. aber x und y taugen halt wenig : aber wenns dann gar zu wenig taugt, dann erzähl ich euch die geschichte von meinem rastafrisurvespafahrerschuhmacher, der meine schuhe jeden tag in einer halben stunde fertig geflickt hat, seit mehr als einem monat. und dann lauf ich weiter, schnurstrax zu ypsilon.)

[se:070823]

> y

ORDNUNG & REINLICHKEIT




















links : ordnung, rechts : reinlichkeit.

alles etwas diszipliniert das : aber so ganz ou mallonisch (>griechische skeptiker) könnte man das nicht so scharf formulieren : eher ‚dies und das’ - was ja dann, mit rattenschwanz von erklärungen, die man auch ‚dies- und dasen’ kann, wieder zum selben schluss kommt : dass man in der ou mallonschen disziplin nicht ‚diszipliniert’ sagen darf. sondern einfach so. das ist dem linken und dem rechten haufen gleichermassen schwierig beizubringen. vielleicht muss man es aus anderer perspektive sehen, zb. von hinten : arriere garde : da sind die archivare, rossbollensammler. und ich vermute : auch der humor.

[se:070823/pix:se:070809]

> disziplin > organisation, neu > kategorie > enzyklopädie > archiv > wünsche > dogma

2007-08-21

FREITAG'S MORGENGRAUEN

mein sprach is brokken / nicht / mein aug ist hell / mein ohr ist dünn / mein nas ist weit / mein zung ist fein / mein haut ist zittern / leben ist geschenkt / mein / leben ist nicht mehr / nicht / ist geschenkt / hell dünn weit fein zittern ist mein / sprach ist brokken nicht mein / ich bin brokken wie mein sprach nicht mein / nicht / leben ist geschenkt / neu wie sprach geschenkt von sprach / ich bin brokken sprach //

sie sagen du bist in der sprache sagen sie du bist / ich bin in der sprache die sie sagen du bist / ich bin immer du bist / sie sagen zeigen dabei du bist sie sagen dazu ich bin / nenne ich sie ich lachen sie laut und sagen zeigen ich bin aber du bist / ich sage warum lache ich / dann lache ich nicht mehr und sie sagen du lachst nicht wir lachen ich lache du lachst nicht / aber es lacht niemand //

ich sage jetzt immer du zu ihnen / sie sagen du zu mir / sie sagen wenn sie sprechen : ich rede / ich sage wenn ich rede : ich rede / sie sagen dann : du redest was ich auch sage wenn sie sagen : ich rede //

so sagen sie es / und werden böse wenn ich nicht auch so sage / so sage ich es / ich lebe in ihrer sprache / so sage ich es / sie haben freude und sagen : siehst du jetzt begreifst du es / ich sehe nichts und habe nichts in den händen sage ich / sie schütteln mich am ohr mit dem ich gehört habe / ich halte mir die schmerzenden ohren zu und sehe sie reden / ihre sprache ist hören auf den mund schauen und an den ohren ziehn / ich mache das um ihre sprache zu verstehen sie machen das nicht sie verstehen ihre sprache auch ohne das //

bin ich lange still sagen sie he du sag etwas / da weiss ich nicht zu sagen was / du hast die sprache wohl vergessen sagen sie / ja sage ich dann sagen sie nein du hast ja : ja gesagt / dann sind sie beruhigt und merken eine weile nicht dass ich nichts sage / da reden sie bis sie immer weniger reden und dann sagen sie zu mir du könntest auch wieder mal was sagen //

solange ich etwas rede bin ich dann reden wieder sie und sie sind / ich bin auch wenn ich mich an den ohren ziehe und auf den mund der redenden schaue und höre / schaue ich zur seite und ziehe nicht am ohr sagen sie : wo hast du deinen kopf //

ihre sprache ist wichtige arbeit / mit ihrer sprache sagen sie was ich tun soll / sie sprechen die ganze zeit wenn ich arbeite / sprechen sie nicht mit mir bin ich nicht und meine arbeit gibt es auch nicht mehr / die sprache ist arbeit für mich //

wenn sie schlafen ist keine sprache / in meinem schlaf ist keine sprache von ihnen sind sie nicht mehr //

[für daniel defoe, laurence sterne und michel foucault]

[se:80....]

not that i feel any better now - but wasn’t i born to be a goof - so let’s goof away: (whine whine whine) - and: i just forgot what i was going to say (good performance vänçi! ho ho ho!). (not that it matters anyway - but honey bunny bunny do you love me? (i can see all the white rabbits copulating in my hat - all i hear is : we are here and we’ll be more (uhh wee bunny luv!))) - there is so little to add - there is all (everything) to add - there is nothing to substract - there is all and nothing and ou mallon - there is obviously no way for me to declare love - - - in a goofy way i say : i love you.--- it might be funny - but it’s all i can say ---- that’s where my language stops.

[to all of my loves: i never would have survived without my loves : and inexplicably they saved my life (so far) (is that proper english : or how do we communicate anyway. or do we communicate at all - or what.) (whatever: ain’t we lost anyway (anyway is a funny word to state that we are being lost and we are just babbling to save our lives. (and so on...)). anyway.)]

[se:990622]



> panic > freitags witz >

FREITAG (WITZ, LEIDER AUCH EINER)

„oh lord why don’t you buy me a mercedes benz“ - janis joplin.
ich, genialerweise sprachgewaltig wie einer, der sagen konnte ‚am ahnfang’ (das ahnen fangen : welch grössenempfang, von den ahnen gar nicht zu sprechen, weil da gibt’s für den ahnfangenden keine : alles ab origine sui : = vollpubertät : da wo die wichtigsten erfindungen gemacht werden in den hirnis – später wird das dann auch am sozialkompetenzometer gemessen : alles pfupf! : ‚got it!’ ‚there is something happening and you don’t no what it is, do you, mister jones’), hab da als siebzehnjähriger auf allen schlittschuhen des geistes und ungeistes dahinschlitternder schlicht empfangen und wortinshirnübersetzt ‚oh lord why don’t you buy me a mercy dispense’ : und hab gedacht, dass das eine anspielung auf gott und seine ablassverkaufenden priester aller zeiten sei. wars aber nicht, als ich dann endlich mal genauer hingehört hab. mercedes benz ist auch lustig, aber nicht so sehr wie ablasshandel in zwinglizüri und aufstand : REVOLUTION! in zwinglizüri ! ! !
item. ich hab den witz schon verstanden, den von der janis, gäll. (und mit southern comfort hab ich bitz aussprache gelernt : aber die worte slurren (= worte sumpfschlittschüelenen) darf man dann doch nicht so fest, sonst ist man nicht mehr middleupperwhitesophisticateddropouttunedinprankstercool.) oh, jeh : ich wollt ja nur sagen : ein freitag bin ich nicht : and time is not necessarely on my side : but we are working on it (i actually will deny that there is time at all : auch wenn ich nicht schwindelfrei bin : but here is schrödingers cat purring in my lap. proof enough, gäll.)
pranksters we are, some, not all of us : but :

sincerely yours
monday through thursday : friday. friday, saturday, sunday : holiday ( = friday missing).

ps. : friday is my name. (no picture available at the moment.)

[se:070820]

> freitag’s morgengrauen > freitags robinson > hilfi! > gott > trotinettographie

2007-08-17

PERPETUUM MOBILE

selbst der grenzen überschreitende paul scheerbart hats mit viel anstrengung nicht geschafft – oder hat er etwa doch, in endlosem gedankengesause?, und ich habs nicht kapiert? – das perpetuum mobile zu erfinden. er hat immerhin so getan, als glaubte er daran, dass er es erfunden hat – und das kommt einem perpetuum mobile vielleicht so nahe, wie irgendein mechanisches konstrukt je kann. was er mit seinem perpetuum mobile-beweis aber erfunden hat, unbestreitbar und in aller klarheit: das sind die gelösten probleme, die er ausführlich aufzählt. es ist eindrücklich, wie viele probleme vom tisch sind durch das real existierende perpetuum mobile!
[se:040129]

























[pix:se:070810]

Die veraltete Arbeit
So lange die Menschheit existiert, hat man immer die Arbeit sehr hoch geschätzt.
Und der Arbeiter war immer sehr stolz auf sein Tun und Treiben, der nichtstuende Künstler und der unpraktische Dichter wurden immer vom echten Arbeiter so recht von oben herab behandelt.
Das wird nun ganz anders werden.
Der Arbeiter muss leider einsehen, dass all sein mühseliges stumpfsinniges Arbeiten ganz überflüssig ist, da ja die Erde durch ihre perpetuierliche Anziehungsarbeit alles, was wir brauchen, ganz alleine besorgt.
Der Stolz des Arbeiters ist also ebenfalls dahin.
Die soziale Frage ist endlich gelöst.
Was nun die Sozialdemokratie zu dieser grossen Arbeitsrevolution sagen wird!
O – Komödien an allen Ecken und Enden.
Mir tun die Satiriker leid, denn die werden sich auch plötzlich für überflüssig halten müssen.
Das Perpeh wäre auch eine ungeheuerliche Demütigung des Menschengeschlechts.
Der Stern Erde ist eben - - - von erdrückender Grossarigkeit.
‚Alles’ redet zu uns eine eigene Sprache, wir müssen die Sprache nur verstehen lernen.
So wird der Stern Erde sprechen zur Menschheit:
‚Was regt ihr Euch so auf? Ihr braucht ja gar nicht in simpler Arbeit zu verkommen. Ihr braucht nicht mehr auf irdisches Jammerleben zu schimpfen. Ihr habt auch nicht mehr das Recht, auf Eurer kleinen Hände Arbeit stolz zu sein. Nachdem Ihr das Perpeh ‚entdeckt’ habt, müsst Ihr ja einsehen, dass ich Alles für Euch tue. Ihr habt früher gar nicht bemerkt, dass ich Jahrtausende hindurch ohne Unterbrechung für Euch die ungeheuerlichste Fülle von Arbeit leistete. Und jetzt könnt Ihr endlich mal mehr sein als stumpfsinniges Vieh. Ihr könnt wie die Götter eine Welt schaffen in Eurer Phantasie. Was ich für Euch tat – ist mehr als Ihr ahnt. Ich bin die Gottheit, der Ihr Alles verdankt – Alles – Alles!’

(hier folgen dann noch die bilder, wenn dann dieser blogguguus wieder arbeiten will : perpehfutsch, grad. man kann sich die bilder da anschauen: > perpetuum mobile

und: diese blogprogrämmli sind ja schon nicht so ganz 'state of the art' : das perpetuum mobile fasst da noch nicht ganz : ist alles eher perpetuum accidentalis.)

erster versuch:




















26. und letzter versuch:


























lit.: paul scheerbart: das perpetuum mobile. die geschichte einer erfindung.
> arbeit> lösungen > > gedanke(n) > gscheites : dumm und grad wieder gscheit, so ganz für sich > geisteszustände, (zustände halt)

2007-08-14

LAPPERN

der begriff des langen irgendetwas : „das lange neunzehnte jahrhundert“ und alle dito-bildungen sind ja so blöd, dass einem das ganze neue geschichtsbewusstsein, das angeblich damit einhergeht, gleich auf die gleiche lange:weile geht : die ereignisse kümmern sich einen gezöpfelten miststock (ethnovisualist und –olfarotrix) um die zahlen : die um die zahlen bemühten sollten sich doch ins hic et nunc verpräsentieren : ist doch ebenso im bewusstsein, dass alles jetzt verprasst. es gibt keine langen zeitabschnitte : die zeit ist definiert : es gibt historisch keine langen und kurzen zeitabschnitte : es gibt nur präsenz in bezug auf interpretation : drum : das lange irgendetwas ist eine funktion des kindischen glaubens an zeitkontiunität und an die stringenz der historischen folge sogenannter geschichtlicher ereignisse (die im begriff ‚lang’ oder ‚kurz’ die zeitzählung infragestellen möchte; das impliziert aber qua referenz doch die zeit als kontinuum: anstatt den schnellen luftballon nimmt dieses denken doch wieder den wanderstock zur hand, etwas länger, manchmal weniger lang : es sind zeitstrecken : zeitraumgefüge : als ob man nicht in ganz anderen zusammenhängen denken könnte : jetzt (das unerklärliche, wie es scheint, schlechthin, ungeklärt in bezug auf die vergangenheits- und zukunftsvorstellung). es läppert sich in einem langen vieles zusammen : auch die ordnungen läppern am defizit der zeit. die zeit ist ein gump von so la la : und das ganz präzise, wenns gefällt.

„die zeit vergeht nicht und läuft nicht ab, sie vermehrt sich.“ (se ca 1972 : in einem traum).
wohin sich die zeit dann vermehrt und was sie dann da macht, hat mir der traum leider nicht vermacht. die kinder von chronos waren wohl inzüchtig, aber das ist auch nur eine vermutung. schrödingers katze hat in der kiste, in welcher sie schon längst nicht mehr sass, gelacht und sich hinter all die laborratten gemacht, die auch nicht mehr in der versuchsanlage sassen. alles in allem war da nichts. die interpretation fährt trottinet (ein schönes wort, ein schönes vehikel : wie gerne möchte ich wieder trottinetteln, auch wenn da viel nett und trottel drin steckt), das nichts vergnügt sich an unbekanntem ort.

der paradigmawechsel, der sich in einer counter culture angedeutet hat, hat sich in die historisierende sprache zurückgezogen : ‚summer of love’ etc und was weiter heute abgefeiert wird in jubiläen. was die counter culture von den 68’ern trennte : sie berief sich auf eine neue erfahrung, die nicht marx hiess, sondern LSD : neues bewusstsein beyond anything known so far. (die LSD- und die zen- und andere mystikerfahrungen lassen sich schwer in worte fassen : die grammatik der verbalen sprache scheint sich diesen erfahrungen zu verschliessen. das ist ein kulturelles defizit, nicht ein defizit der erfahrung. die sprache steckt in einem ‚langen neolithikum’, so to speak.)

ach was : das basteln an biographien, an leben leben, an allem ist ungeheuer : a veritable nightmare : and don’t you ever hope to wake up. es ist so ungeheuerlich desparat, die verschiedenen ‚zustände’ wahrzunehmen, dass ich grad nur noch schweigen möchte – oder mit zikaden zirpen möchte, die es auch nicht mehr so häufig gibt (und als kind hab ich das wort zikaden nie genau gegen zitadellen und arkaden und goethe und zitronenblühen in italien und zittern abgrenzen können, weil ich zwar heuschrecken und grillen und geisslein (jawohl, das wusste ich schon : dass ein geisslein ein zicklein ist) gesehen oder von ihnen gehört habe, aber nie eine zikade : ein wahrnehmungsdurcheinander, das jede geschichtsklitterung übertrifft (klitterung : auch so ein bastelnaherbegriff : nur halt mit dem 'betrug', dem 'verrat' verhaftet : das ist dann plump. das macht man nicht. man erfindet, man novelliert, aber man bescheisst nicht, gäll. ethik ist eine schöne selbstgefälligkeit : elastisch, elegant, dauerhaft und nützlich. in einer schublade meiner mutter sind tatsächlich sockenhalter aufgetaucht, ein archäologischer fund für mich : metaphernhaltig : so kann man sich die sockelung der gegenwart leicht vorstellen : ein kopf auf füssen einhertanzend, alles zusammengehalten von den sockenhaltern. streetparade im stresemann. ist alles korsett : und keiner und keine entkommt : totentanz : ich möcht den holbein, totentanzmalend in sockenhaltern sehen, goya, beschimpft, weil er keine hat, goethe, weil seine grad wieder in der unterhose stecken, sengai, weil er gar nicht weiss, was das ist : die welt gehalten an den sockenhaltern der erkenntnis : so ein gebambel).

aber, um auf begriffe und autobiographie (trottinetbiographie, die meine) zurückzukommen : „there are such things“.

vor allem : ein interessantes durcheinander : eine oder viele oder unzählige wunderkammern.

neugier. hinter der tür ist noch was. there is for sure. (warum so sicher? da war immer etwas, irgend.)

irgend : vielleicht ein unterschätztes wort. (immerhin das gegenteil von nirgend, et vice versa etc.)

(to be revised : first draft)

[se:070205/070814]

> defizit der zeit > st.läppert > gschiid si, my ass > zen > vehikel > langeweile > journal

2007-08-10

JOURNAL ARTIFICIEL / AN INVENTED TRAVELOGUE

journal intime, journal littéraire, journal à perdre : rien à gagné : it’s all fiction, but life is weirder than fiction : so let’s fake life with art. kraut und rüben : angebot und nachfrage.

i’m only pretending to be alive : but to be honest (as far as i can be) : sometimes i can’t distinguish life from fiction and i don’t give a frigging fart about it. who the triple F gives a quadruple F on anything stupid like that. who would care – whoever who is in his right mind that is – about a journal? who would take it as something more than a daily obsessional fart? wellwellwell : i do.

ich beginne mein journal, das ich jetzt halt so benenne, als 55 jähriger : eine schöne zahl, weit weg von den frühbeginnen anderer journalschreiber, die mühelos tag für tag vom zwölften lebensjahr bis zum ende aller tage aufgezeichnet haben. es gibt keinen grund, mich zu kümmern über die absenzen des täglichen notierens : ich habe immer wieder mal geschrieben, auch für mich als selbstethnographen (selbstvolksreporter), nicht relevantes. sammeln als obsession, selbstlebensammeln als überlebensstrategie : das ist mir brüchig verbunden. drum ist dieses journal eine geschichtsklitterung sondergleichen : es ist alles erfunden grad so wies passt. das ist plattitüde pur für jeden journalleser mit heutigem lesefundus : das verschwinden der fiktion und das wiederauftauchen der faktion wird sie aber sehr hart von dem sovermeinten auf den füssen stehen mit dem kopf auf den kopf ohne füsse stellen, bis sie wieder wissen, wo die füsse im kopf und der kopf im fuss stehen. es ist nicht ganz einfach, und niemand weiss, wo wessen kopf, herz und füsse ihn hintragen. so ist das, das mit meinem ganzneuerfundenem paradigmawechsel von „alleweltistfiktion“ zu „allesistfaktion“. also von maya und dekonstruktivismus direkt ins nirvana : graddorthin, wo allermensch im permaschlaf wacht und werkelt, was das zeux hält.

ich trüge jetzt durch die jahre : „von der wiiege bis zum graab“, wie adolf wölfli gesagt hat. es ist in jedem fall die selbe grundsituation : man hat worte gelernt, und setzt sie in eine reihenfolge. einige sprechen ab- und ausgewogen. ich schwafle. jeder schwafelt : jeder denkt, dass es halt sinn macht, das aufzuschreiben, was er grad schreibt. und jetzt aber los.

kraut und rüben.

theoretische ansätze (to be revised):

texte überarbeiten.

keine spontanen einträge veröffentlichen.

überarbeiten.

sprache als wunderliche knetmasse betrachten.

nie an die macht der sprache glauben.

schwafeln : direkt schreiben.
blahblah.

nichts erklären.

es ist wahr, dass es nur eine wahrheit gibt : nichts ist wahr, alles ist halt wie es ist : unerklärlich (aber das ist wahr).

die agnostiker und die mystiker sind der eigenen wahrheit auf der spur, siehe oben.

es ist alles unsinn, wenn man mit der folterzange fragt, siehe oben.

erster eintrag : (gefälscht)

070810:
heute habe ich diese wunderliche idee gehabt, doch noch ein tagebuch zu beginnen. es taugt zwar nichts (das tagebuch), und sie taugt auch nichts (die idee) : als konzept und mit inhaltlicher füllung ist das ein wunderlicher luftballon, der als schwimmblase mich über wasser hält oder über das erdenleben fliegen lässt. das taugt beides nicht. nur schon die sprache ist so kümmerlich bei mir, dass sie keine schwingen verleiht. so vieles müsste vergeben sein, dass der genius fliegt und die muse küsst : die gabe sich ver.

so, das ist es, was ich an zynismus (nein : ist pragmatisch, sehr : journal pur) grad ob habe. mehr mag ich nicht. ist alles sofort langweilig. alles andere taugt grad auch nichts.

„eine morphogenetische matrix“ hör ich grad am tv in einem film, in dem john travolta rumläuft. eine morphogenetische matrix. so, und gar nicht anders ist ein journal. genau.

so ein blödsinn!

ein journal ist das, was irgendwelche schreibwilligen täglich aufschreiben : zum beispiel mein grossvater, zum beispiel thomas mann, zum beispiel stendhal, zum beispiel paul leautaud, zum beispiel nicolas restif de la bretonne, zum beispiel die brüder goncourt, zum beispiel henri fédéric amiel, zum beispiel franz kafka, zum beispiel abertausende andere, die nie publiziert wurden : das kann man alles lesen oder auch nicht.

und dann : all die memoiren : lusus naturae könnte man denken : aber nein : ist alles wahr. möchte ich auch grad alles lesen. und : zum verdruss meiner selbst : ich kann meine eigenen nicht schreiben, ebensowenig, wie ich tagebuch schreiben kann. muss alles erfinden. also : frau josephine siebe hat mal ein buch geschrieben, das hiess „kasperle im kasperleland“ (und auch „kasperle auf burg himmelhoch“ und noch viele andere kasperlebücher) : das hat mich sehr beeindruckt, weil der kasperle ein wenig unkultiviert und subversiv war, so ganz relativ in seiner zeit – und als ich dann mal, so in der vierten klasse, meinem lehrer ein motziges „nee“, so wie kasperle, gesagt hab, hatte ich eins an den ohren, schnurgrad, aber pfiffig. weil mein lehrer noch ein lehrer war und kein pädagoge : ein kasperle von höheren gnaden, quasi. da waren mir die memoiren bitz vergangen, weil da konnte ich nicht so bluffen damit, nachher. und kein tagebuch. da fallen mir noch die engerlinge ein, die ich im kindergarten terminatormässig gejagt habe : aber auch da : ich hab noch kein tagebuch geführt – und in den memoiren geht da doch der authentizistische auch(sch)weissgeschmack ab. wieder : kein tagebuch.

das tagebuch hat, wie die memoiren, im nachhinein eine unübersehbare stringenz für die interpretatoren, die sich dann streiten, wer recht hat. der schreiber stirbt dann meistens so bitz allein dahin : das ist aber dann nur noch curriculum vitae †.


[se:070810]

> journal > ich > etc

2007-08-09

L'IDÉE, f (franz.)














(um) die idee eines frankophonen frankreichs auf 80 blättern. (paris, france.)

[se:060809/070809]

> jules verne

2007-08-08

AMIEL, HENRI FRÉDÉRIC

* 27. September 1821 in Genf; † 11. Mai 1881 in Genf.
auch wieder einer, der ein intensiver journal intime schreiber war : auf 17 000 seiten hat er es gebracht. so sehr und nur ‚intime’ waren diese aufzeichnungen nicht : er hat sie ausgeliehen (an potentiell zu ehelichende frauen, die er aber eigentlich dann doch nicht so sehr wollte), vorgelesen (an dieselben und andere). darin finden sich selbstbezichtigungen und –abwertungen (die schätzungen gehen dahin, dass 50 prozent der eintragungen ‚selbstkritisch’ sind), daneben sehr klare introspektionen, auch allgemeine lebensweisheiten, die heute gerne als kalendersprüche verwendet werden.
paul leautaud, robert walser, stendhal, fallen mir beim lesen ein (kafka nicht, da ist etwas noch ganz anderes am worten) – aber auch diese sind nur entfernte und nur teilweise berührende verbindungen. lassen wir amiel also alleine mit sich. und dann hat er das patriotische ‚roulez tambour’ gedichtet und in musik gebracht : weil die schweiz sich mit den preussen über neuenburg in den haaren lag : als das gedicht erschien, war der konflikt aber schon fast gleichentags bereinigt. die zeitgenossen mochten es aber, es stand auch in den 1960er jahren wieder als nationalhymne der schweiz im gespräch – er aber schämte sich ebensoschnell dafür, dass er sich so sehr hatte hinreissen lassen. selbst bezeichnet er sich als messie und hat seine pflichtaufgaben als professor sehr ungern erledigt : seine vorlesungen hat er im letzten moment vorbereitet, ist ihm das dann nicht gelungen, hat er zum thema des letzten semesters vorgetragen. stolz war er schon, dass er schillers glocke auf französisch übersetzt hat und dass die leute das mochten, fand er toll. seine französische version des erlkönigs wollte dann aber nicht so ganz zu schuberts musik passen, das wird dann nicht mehr sehr erwähnt.

unsympathisch wirkt das alles nicht, aber 17000 seiten möchte ich doch auch nicht lesen. und angaben zum ‚trivialen’ alltag findet man nicht : das war ihm alles zeitverschwendung – aber offenbar hat es dann doch irgendjemand für ihn erledigt : einkaufen, hemden bügeln, holz ins zimmer tragen. ausgiebige zeitverschwendung betrieb er mit seiner unordnung : er hat in seiner papierunordnung immer alles verlegt, nicht mehr gefunden – auch schuldscheine über 9000 francs, recht beachtliche summen zu der zeit und geld, das er dringend nötig hatte, weit mehr als sein jahreseinkommen von 2000 franc von der universität, hat er verlegt und kaum wieder gefunden : irgendwie hat er dann nach stunden des suchens doch einiges wieder gefunden und sich immer wieder vorgenommen, etwas ordnung zu machen – dazu ist es dann aber nicht gekommen, weil er das alles ins journal schreiben musste : eine weitere 'zeitverschwendung', die ihm viel angenehmer war.

„Welch verkommene Leidenschaft für das Zwecklose! Wenn eine Sache nur unnütz genug ist, dann schaffe ich es, ihr einen verbissenen Kult zu widmen, eine unermüdliche Hingabe. Aber vor der Pflicht, vor dem Notwendigen, dem Ernsthaften und vor allem dem Nützlichen – davor schrecke ich zurück.“

bitz trivia zum hier & jetzt 2007 : ein paar schuhbändel kosten bei mister minit chf 5.90. das hat mich etwas erstaunt, weil ich seit jahren keine schnürsenkel mehr gekauft habe. 4 portionen katzenfutter kosten 3.40. statt katzenfüttern könnt ich also jeden dritten tag ein paar schuhbändel kaufen : tolle sammlung! zigaretten kosten chf 5.80 - wenn ich nicht rauchen würde, könnte ich mir vielleicht auch eine kleine erotica-sammlung zulegen wie amiel - die er dann auch seiner freundin mal gezeigt hat - ohne heiratserfolg, weil ihre mitgift dann doch zu klein war. überhaupt hat er sich mit frauen schwergetan, obwohl er sich für einen profunden kenner der weiblichen psyche gehalten hat : zweimal scheint er auf selbstbewusste, intelligente, gebildete frauen gestossen zu sein : die hat er aber gleich von seiner 'potentiell-zu-ehelichen-liste' gestrichen : die wollten ihn aber auch gar nicht, nicht im entferntesten! die waren auch nicht überzeugt davon, dass männer in jeder beziehung einen kopf grösser sind als weibchen. warum er sich dann überlegt hat, eine 'psychologie der frau' zu schreiben, er, der wohl ziemlich sehr naiv und kenntnislos war in dem bereich, liesse sich mit 'die lücke, die erkannt wird, muss geschlossen werden' erklären : so ist das aber meistens dann doch nicht, bei ihm schon gar nicht. er hat die lücke immer wieder kunstvoll verlegt und selten gefunden, man ist gar nicht traurig darüber.

[se:070727/070808]

> de l'amour > stendhal > amiel, henri frédéric >

ALPHAKATZE































zum futternapf drängen : ziel erkannt.

[se:070805]

> dog poop >

2007-08-07

LAST WORDS (IN JOURNALS) II

paul leautaud : journal littéraire

Je dois reconnaître qu’elle a très bien accepté mes observations et comme je lui répondais que cela m’assomme d’embêter les gens par mes réclamations, elle m’a répondu que, au contraire, je dois signaler ce qui ne va pas et qu’on tiendra absolument que tout soit comme je le désire. 17.février 1956.
paul leautaud starb am 22.februar 1956

[se:070807]

> paul leautaud > last words (in novels) I

A DOG POOP LIFE




















it's a dog poop life - and i'm not even allowed to.

[se:070807]

> alphakatze >

2007-07-30

ÜBERSETZEN

my english is french enough – (pardon my) french heisst aber auf english auch fluchen oder ‚tabu’wörter gebrauchen.
der online translater übersetzt ‚herzliche grüsse’ mit ‚hearty ones’ : ganz schön french.

„Diese Seite wurde aus Englisch automatisch übersetzt:
Barney fragte Ezra zerstoßen, um die Gedichte zu redigieren, aber ignorierten die ausführlichen Empfehlungen, die er bildete.“ und : „Ihr Salon, gehalten an ihrem Haus auf Paris linker Bank für mehr als 60 Jahre, brachte Verfasser und Künstler um von der Welt, einschließlich viele der führenden Abbildungen in der französischen Literatur sowie die amerikanischen und britischen Modernisten des verlorenen Erzeugung zusammen.“

wer jetzt weiss, dass ezra ‚pound’ hiess und nicht ‚zerstossen’ und dass das zeitlich etwa hinkommt, ist knapp gerettet. das setzt wohl voraus, dass man deutsch und english beherrscht, also die übersetzung nicht braucht. aber die google- und andere übersetzungsautomaten geben sich trotzdem die mühe, uns fährten ins niemandsland oder direkt in den lebkuchenkäfig der sprachhalluzination zu legen, wenn es uns dann nicht um von der welt bringt. ich bin dafür, dass werke der weltliteratur zukünftig parallel im original, in mensch- und in maschinenübersetzung zugänglich sind : die sprache wird doch reicher um einen undenkansatz, der oft beim angestrengten suchen nach sinn lösend wirken könnte.

übersetzen als transportmittel : von einer sprache in die andere tragen :

„Transportwagen Wilde war die Nichte von Oscar Wilde und das Letzte von ihrer Familie, zum des Wilde Namens zu führen. Sie war für ihren epigrammatic Esprit aber, anders als ihren berühmten Onkel berühmt, gehandhabt nie, ihre Geschenke an jedem veröffentlichbaren Schreiben anzuwenden; sie Buchstaben ist ihr nur Vermächtnis. Sie erledigte etwas Arbeit als übersetzer und wurde häufig von anderen, einschließlich Natalie Barney gestützt, den sie 1927 traf.“ soviel zu Dolly (Dorothy) Wilde, zuallerletzt.

translate.google.com/translate?

[se: 070324/0707030]

> wermuth und scheich

2007-07-20

VERWIRRUNG




















„ja, woher denn!“ das erstaunen über das aberrende der errenden. warum denn, wenn alles daerrende sich seiner so platzig ist? ist alles aberrende nicht auch genau da wo es errt? schnell weg, dahin wo die errtronen blühn, gäll!


[se:070720]

> migration > asyl > etc. > scheich

TITEL

die titel sind auf der rückseite der travelogues angegeben: man soll nicht vorher schon gewusst haben, was man nachher schon gewusst zu haben vermeint.
(vermerk auf den „blue fields“ )
[se:990606]

die lust an titeln, an all den ungeschriebenen romanen - diese ganze fülle von lebens- und weltentwürfen, die so ganz gratis in worte gesetzt werden und als grossartiger spuk des potentiellen die membran des fantasieorgans zum schwingen bringt.

[se:990710]

„Überall Augen und Ohren! - Wie man mit der Nase sehen und mit den Fingern hören kann.“
von Dr.W.Schweisheimer (Die weite Welt, 1923)

„I was shot in the head twice - & back at work in 3 hours.“
(National Enquirer, 1994)

titel : ja jetzt :

[se:070720]

>sockel > vermehrung

öd und pussy (: no way : kindergarten : freudian slip)


was dann kindergärtler so an bildnerischem gestalten hervorbringen : das, was ich gemacht hab, ist mir rätselhaft (auch wenn ich das bild meiner mutter geschenkt habe). mit freud kann ich mir da neue, wunderliche geschichten ausdenken, als hätt ich den ödipus damals erlebt : als wär das eine geschichte, die auf mich passt, ganz à la freud. ich denk aber nicht, dass es so war oder ist. ich denk heute überhaupt nicht, dass da mehr war, als dass ich eine zeichnung machte, die mir grad durch das märchenhirnpfurzte. und ich stieg beinah jede nacht in das bett meiner eltern und kuschelte rum. und das tat mir gut. kann ich nicht das bild als etwas verkrampfte märcheninterpretation sehen? oder, wenn dann der zeitgeist mich packen würd (oder tätigte) : ich hab was schlimmes erlebt? forget it : ich hab damals doch garnix kapiert, hab masturbiert, war grad ganz glücklich im leben, soweit das halt ging und geht : und warumschreib ich jetzt überhaupt was : weil ich unverminderten spass an dem bildli haben will und mir ganz viele interpretanautipsychosen erspart geblieben sind : weiss wer was warum und wieso : die traumaindustrie nervt mich – ich denk, dass es menschen gibt, die mehr grund zu desperatheit haben. die subtilitäten der hofreitschullippizanerhochleistungszivilisationen gehen mir nicht unter die haut. an die haut gehen die interpretationen. die brauch ich nicht. bitz wach sein schon. und das ist subjektiv : da gibt’s keine theorien, hierarchien schon gar nicht.

[se:070720]

> oden > oh, darwin > quiet

2007-07-17

RADIEREN, AUS

wieviel, wieso es etwas auszuradieren gibt, soviel, und vor allem dieses, oder präziser was denn genau, und warum ist diese menge gummi, die ja irgendwie proportional zu entschwindendem und verworfenem ist : wie ist das je verständlich?

(rio-läufer: davonlaufen? oder, mit freier fantasie rubbelies auf den tisch, neben das gewollte, verworfene hinzeichnen. der abfall als ewig, immer wieder gelungenes. (ab-fall : weg fallen von).

zurückkommen. zum unausradierten unverbesserlichen. zum utopischen vor dem gummi, zum utopischen, wenn der gummi davongelaufen ist. in den gummiabfallbereich : die gummikrümel sind voll von allem mehrfach existierendem : utopien im müll. wenn utopien, dann im verworfenen, wo denn sonst gibt es die reichhaltigkeit des “vorher wusste ich es auch schon, dass ich es nachher besser wissen werde”. hier müsste ein märchen erzählt werden: nur dass ich märchenverlassen bin. so sind auch die märchen: verlassen, ohne verlass.

der zwang, eine geschichte zu erzählen, ist so rührernd, vor allem wenn das märchen gut ist und der radiergummi bei der hand (bei fuss?), dass ich gerne vergesse, dass diese geschichte schwer an meiner badehose und allen schiffsrümpfen vorbeifegt. man könnte das jetzt auch mit sinnlichkeiten und metaphern vollpfropfen – aber das wäre dann wieder nur radiergummi. es geht hier nicht um den perfekten satz, der jedes leben in die unsterblichkeit hebt, aber doch schon, aber ganz präzis auch nicht. so schön kann ein radiergummi sein.

tränen sind die radiergummis der seele. die tränen. und das meer ist der urwald der gummibäume.

versetzt werden ist die katapultiermaschine, die etwas von einem zum anderen kippt.














[se:020313]
>oh, darwin > und grundsätzlich: vergessen